Kontakt
Kalkberg Zahnärzte

Fragen & Antworten

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen unserer Patienten. Ihre Frage ist nicht dabei? Bitte sprechen Sie uns an, wir beantworten sie Ihnen gern!

Wann sollte der erste Besuch beim Zahnarzt stattfinden?

Schon ab dem ersten Lebensjahr sollte Ihr Kind mit Zahnarztbesuchen beginnen. So können schon die ganz Kleinen behutsam und kindgerecht an die Welt des Zahnarztes und der professionellen Mundhygiene herangeführt werden.

Diese frühen Termine sind in erster Linie dazu da, um Ihnen als Eltern bei der Zahngesundheit Ihres Kindes zur Seite zu stehen. Wir beraten und informieren Sie zu allen Themen, die die Mundgesundheit Ihres Kindes betreffen. Wir beantworten Ihnen gern alle Fragen zu den Themen Schnuller, die Einnahme von Fluoriden oder zur Zahnreinigung beim Kleinkind.

Wie wichtig ist Fluorid für die Zahngesundheit meines Kindes?

Fluoride härten und stärken den Zahnschmelz. Der Zahnschmelz der Milchzähne und der ersten bleibenden Zähne ist besonders anfällig für Karies, da er noch weich und nicht ganz ausgereift ist. Deshalb benötigt er einen besonderen Schutz. Fluoride wirken auch gegen die Angriffe von Säuren und Bakterien.

Aktuelle Forschungen ergaben, dass Fluoride am sinnvollsten lokal eingesetzt, also direkt am Zahn aufgetragen werden sollten. Deshalb ist das Zähneputzen mit einer fluoridhaltigen Zahncreme besonders effektiv. Die offizielle Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde lautet, einmal täglich ein kleines Stück, etwa in der Größe einer Erbse, an fluoridhaltiger Zahnpasta zu verwenden. Diese Empfehlung gilt bis zum 2. Lebensjahr. Ab dem 2. Lebensjahr bis zum Schulbeginn sollten die Milchzähne zweimal täglich mit der gleichen kleinen Menge an fluoridhaltiger Zahnpasta geputzt werden.

Die im Handel erhältlichen Fluoridgele-, -lacke und -lösungen sind nicht in jedem Fall empfehlenswert und bedürfen einer zahnärztlichen Kontrolle. In unserer Praxis informieren und beraten wir Sie gern über diese Produkte.

Soll mein Kind zusätzlich Fluoridtabletten einnehmen?

Nein, das ist aus der heutigen Sicht der Forschung nicht mehr notwendig. Der Fokus liegt auf der lokalen Anwendung von Fluoriden. Nur bei besonders kariesgefährdeten kleinen Patienten wird heute noch zu Fluoridtabletten geraten. Diese Empfehlung sollte allerdings nur ein Zahnarzt aussprechen, nachdem er das Kind ausführlich untersucht und dessen Krankengeschichte und Lebensumstände im Beratungsgespräch mit den Eltern analysiert und medizinisch bewertet hat.

Welche Rolle spielen die Milchzähne für die späteren bleibenden Zähne?

Ein erkrankter Milchzahn muss unter allen Umständen behandelt werden. Noch heute wird die immense Bedeutung der Milchzähne oft unterschätzt. Durch Karies an den Milchzähnen können die bleibenden Zähne nachhaltig geschädigt werden. Die Karieskeime können eine Entzündung an der Milchzahnwurzel hervorrufen, die wiederum auf den Zahnkeim des bleibenden Zahnes übergeht. Außerdem können die erkrankten Milchzähne während der mehrjährigen Phase des Zahnwechsels die schon vorhandenen bleibenden Zähne mit Karies anstecken.

Ein erkrankter Milchzahn ist eine Belastung für das gesamte Immunsystem des Kindes, im schlimmsten Falle können die Krankheitserreger aus dem Zahn durch den Weg über das Blutsystem Entzündungen entstehen lassen.

Milchzähne besitzen die Funktion eines Platzhalters für die bleibenden Zähne. Geht ein Milchzahn zu früh verloren oder wird er durch Karies zerstört, dann kommt es zu einem Platzmangel für die bleibenden Zähne. Die Folge ist ein unregelmäßiges bleibendes Gebiss, das meist nur noch später umständlich (und oft teuer) durch eine kieferorthopädische Behandlung gerichtet werden kann.

Ist ein Milchzahn so schwer an Karies erkrankt, dass er entfernt werden muss, dann ist es notwendig, einen künstlichen Platzhalter an dieser Stelle einzusetzen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, bieten wir Ihnen und Ihrem Kind in unserer Praxis umfangreiche Vorsorgeuntersuchungen und kindgerechte Maßnahmen zur Prophylaxe an. Zur Kariesprophylaxe gehören regelmäßige Zahnarztbesuche, eine zahngesunde Ernährung, die Härtung des Zahnschmelzes durch Fluoride und eine gezielte Mundhygiene.

In welchem Alter fallen die Milchzähne aus?

Zwischen dem 5. und dem 7. Lebensjahr beginnt der Zahnwechsel vom Milchgebiss zum bleibenden Gebiss. Diese Phase wird erst zwischen dem 10. und 13. Lebensjahr beendet, wenn die Eckzähne und Mahlzähne vollständig erschienen sind.

Können Milchzähne Schmerzen verursachen?

Bitte vertrauen Sie dem Schmerzempfinden Ihres Kindes, wenn es über Zahnschmerzen an einem Milchzahn klagt. Denn genau wie die bleibenden Zähne besitzen Milchzähne Wurzeln, welche mit Nerven- und Blutgefäßen durchzogen sind. Deshalb setzen wir zur Behandlung des kariösen Zahnes immer eine lokale Betäubung ein.

Nur wenn es sich um einen minimalen Befund an Karies handelt, ist keine lokale Anästhesie erforderlich. Unser Fokus liegt aber immer darauf, Ihr Kind möglichst schmerzfrei zu behandeln, damit es erst gar keine Ängste vor der Behandlung beim Zahnarzt entwickelt.

Ab welchem Alter sollen wir mit dem Zähneputzen beginnen?

Eine frühe und gezielte Mundhygiene gehört zu einer effektiven Gesundheitsvorsorge für die Milchzähne, wie auch für die bleibenden Zähne.

Das richtige Zähneputzen beginnt mit dem Kauf des richtigen „Werkzeugs“, also einer Zahnbürste, die an das jeweilige Alter des Kindes angepasst ist, und einer Zahnpasta, die den geeigneten Anteil an Fluorid für das Alter des Kindes enthält.

Wenn das erste Zähnchen im Kiefer zu sehen ist, dann sollte bereits mit dem Putzen begonnen werden! Für die allerersten Milchzähne gibt es im Handel sehr kleine und weiche Kinderzahnbürsten mit einem sehr kleinen Bürstenkopf. Damit sollten die Zähne morgens nach dem Frühstück und am Abend nach dem Abendessen gereinigt werden. Zwischen diesen Zeiten muss bei Bedarf auch geputzt werden. Bitte verwenden Sie erst ab dem 2. Lebensjahr eine Zahnpasta mit Fluorid, vorher reicht eine einfache Reinigung mit Wasser.

Zwischen dem 2. und dem 6. Lebensjahr lernt das Kind schrittweise sich selbst die Zähne zu putzen. Leiten Sie Ihr Kind dazu an, sich selbstständig die Zähne zu reinigen. Aber putzen Sie auf jeden Fall noch einmal gründlich nach, denn Kinder sind motorisch noch nicht in der Lage eine wirklich gründliche Zahnreinigung allein durchzuführen. Den richtigen Zeitpunkt, ab dem das Kind die Fähigkeiten dazu erlangt hat, erkennen Sie daran, wenn es flüssig schreiben kann.

Mein Kind ist ein „Zahnputzmuffel“. Was kann ich tun?

Seien Sie versichert, dass wenn Ihr Kind ein absoluter Zahnputzverweigerer sein sollte: Mit diesem Problem stehen Sie nicht allein da. Es gibt viele Kinder, die sich gegen die tägliche Reinigung der Zähne „mit Händen und Füßen“ zu wehren versuchen.

Und wie bei so vielen Dingen in der Erziehung hilft hier die Liebe, die Fantasie und die Konsequenz. Der erste Schritt zum Erfolg ist Ihr gutes Vorbild. Kinder ahmen Erwachsene nach. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie Sie sich täglich die Zähne gründlich putzen.

Verbinden Sie das Zähneputzen mit einem Spiel. Zum Beispiel können Sie Ihr Kind ein Krokodil spielen lassen, um das Mundöffnen zu üben. Während dieses Spiels lassen sich hervorragend die Kauflächen reinigen.

Suchen Sie mit dem Kind gemeinsam eine neue Zahnbürste aus. Lassen Sie Ihr Kind über die Wahl des Modells entscheiden. Es wird sie stolz nach Hause tragen und sicherlich damit geneigter sein, sich die Zähne zu putzen.

Planen Sie die Zahnpflege in das tägliche Gute-Nacht-Ritual mit ein und loben Sie Ihr Kind für das Zähneputzen!

Lassen Sie sich von Rückschlägen und Trotzausbrüchen nicht entmutigen. Wenn Sie mit Liebe und Konsequenz auf das Einhalten der Zahnputzzeiten drängen, wird Ihr Kind diese Prozedur irgendwann zwar nicht lieben, aber zumindest tolerieren.

Wie wichtig ist die Prophylaxe für die Zahngesundheit meines Kindes?

Regelmäßige Zahnarztbesuche sind eine weitere Basis für die Zahngesundheit Ihres Kindes. Bei diesen Terminen wird Ihr Kind von speziell dazu ausgebildeten Kinderprophylaxehelferinnen zum richtigen Zähneputzen angeleitet. Liebevoll, kindgerecht und kompetent wird dem Kind die richtige Technik zur Zahnreinigung vermittelt.

Nach dieser Anleitung werden die Zähne zusätzlich von unserem Fachpersonal schonend und effektiv gereinigt und danach fluoridiert. Auch eine eventuelle Versiegelung der Backenzähne wird bei diesen wichtigen Terminen vorgenommen. Natürlich kontrolliert der Zahnarzt innerhalb dieser Prophylaxe die Zähne. So werden eventuelle Defekte an den Milchzähnen früh erkannt und können rasch behoben werden.

Diese regelmäßigen Besuche in unserer Praxis sind immer wieder eine Hilfe zur Motivation des Kindes, die Zähne wieder mit neuem Ehrgeiz im Alltag gründlich zu reinigen.

Außerdem wird das Kind spielerisch an die Abläufe und Instrumente in einer Zahnarztpraxis herangeführt. Es lernt dabei, den Besuch beim Zahnarzt als etwas Positives anzusehen.

Diese mindestens halbjährlichen Vorsorgetermine sollten Sie auch einhalten, wenn Sie beim Zähneputzen Ihres Kindes sehen, dass die Zähne anscheinend gesund aussehen. Denn sogar vom Zahnarzt sind die winzig kleinen Löcher, die manchmal zwischen den Zähnen entstehen, sehr schwer zu entdecken. Deshalb ist es ratsam bei Kindern ab circa dem 4. Lebensjahr von Zeit zu Zeit eine Röntgenaufnahme der Mundhöhle zu erstellen. Selbstverständlich geschieht das heute mit modernen und strahlenarmen digitalen Röntgengeräten.

Mein Kind nuckelt am Daumen oder am Schnuller, was kann ich tun?

Durch allzu langes und intensives Nuckeln können Zahnfehlstellungen hervorgerufen werden. Am häufigsten davon betroffen sind die vorderen Schneidezähne. Es entsteht der sogenannte „offene Biss“. Dabei treffen die unteren und oberen Schneidezähne nicht mehr aufeinander.

Im Idealfall gewöhnen Sie Ihr Baby erst gar nicht an einen Schnuller. Natürlich kann es dann trotzdem noch am Daumen oder am Finger nuckeln. Wir beraten und informieren Sie gern in unserer Praxis darüber, wie Sie Ihrem Kind dabei helfen können, diese Angewohnheit langsam und schonend abzulegen.

Mein Kind hat große Angst vor der Behandlung beim Zahnarzt. Wie kann ihm geholfen werden?

Einige Kinder empfinden die Behandlung beim Zahnarzt als eine bedrohliche Situation. Wir möchten Ihrem Kind die Angst nehmen und es behutsam behandeln.

Wenn die Behandlung nicht allzu dringend ist, werden wir mehrere Termine mit Ihnen und Ihrem Kind vereinbaren. Während dieser Vorbereitungstermine zur eigentlichen Behandlung wird das Kind sanft und behutsam an die spätere Behandlung herangeführt. Es wird ihm alles ausführlich erklärt und gezeigt. Oft legt sich die Angst schon, wenn das Kind mehr über die anstehende Behandlung weiß.

In dringenderen Fällen, wenn eine sofortige Behandlung nötig ist, wird auf Wunsch ein leichtes Beruhigungsmittel verabreicht. Bei einem größeren Befund, bei Kindern mit einer Behinderung oder sehr kleinen Kindern besteht die Möglichkeit einer Behandlung in Vollnarkose.

Ein Zahn meines Kindes ist dunkel verfärbt. Was kann das bedeuten?

Bitte suchen Sie umgehend einen Zahnarzt auf, wenn Ihnen deutliche Veränderungen an den Zähnen Ihres Kindes auffallen sollten. Die häufigste Ursache für Zahnverfärbungen ist das Absterben des Zahnnervs. Das kann die Folge eines Sturzes sein, oder der Zahn hat einen heftigen Schlag abbekommen.

Es gibt aber auch Verfärbungen an den Zähnen, die nichts mit Karies oder einem toten Nerv zu tun haben müssen. Dazu gehören Störungen in der Mineralisierung der Zähne. Auch manche Bestandteile in der Nahrung des Kindes können eine Veränderung der Zahnfarbe bewirken.